Zwischen Strategie und Realität: Workshop zeigt, woran KI in Unternehmen wirklich hängt

Viele Unternehmen sprechen über Künstliche Intelligenz. Doch zwischen technischer Möglichkeit und praktischem Einsatz klafft oft eine Lücke. Genau hier setzte ein Workshop auf der it’s OWL Strategietagung 2026 an. Die wichtigste Erkenntnis: Nicht die Technik ist derzeit der größte Engpass, sondern die Frage, wie Unternehmen Orientierung schaffen, Mitarbeitende mitnehmen und KI sinnvoll in den Arbeitsalltag bringen.

Die Strategietagung 2026 zeigte einmal mehr, worauf es für die Transformation im Mittelstand ankommt: Neue Technologien entfalten erst dann Wirkung, wenn Unternehmen sie organisatorisch gut verankern. Genau das stand im Mittelpunkt des Workshops „Unternehmen im Wandel mit KI“ im Rahmen des Kompetenzzentrums Arbeitswelt.Plus.

Technik ist nicht das Problem

Die Workshop-Ergebnisse zeichnen ein klares Bild. Die technischen Voraussetzungen für KI bewerteten die Teilnehmenden besser als die Bereiche Mensch und Organisation. Der größere Handlungsbedarf liegt also nicht bei zusätzlichen Tools, sondern bei Strategie, Qualifizierung und Führung. KI-Einführung ist damit weit mehr als ein IT-Thema.

„Viele Unternehmen sind technisch weiter, als sie selbst glauben. Was oft fehlt, ist nicht der nächste KI-Dienst, sondern eine gemeinsame Richtung im Unternehmen“, sagt Kerstin Eller, Projektmanagerin bei it’s OWL. „Wer Mitarbeitende früh beteiligt und Nutzen verständlich macht, schafft die Grundlage dafür, dass aus KI ein Werkzeug für den Arbeitsalltag wird.“

Viele Unternehmen sind technisch weiter, als sie selbst glauben. Was oft fehlt, ist nicht der nächste KI-Dienst, sondern eine gemeinsame Richtung im Unternehmen. Wer Mitarbeitende früh beteiligt und Nutzen verständlich macht, schafft die Grundlage dafür, dass aus KI ein Werkzeug für den Arbeitsalltag wird.
– Kerstin Eller, it's OWL
Lebhafte Diskussionen im Workshop „Unternehmen im Wandel mit KI“ bei der it’s OWL Strategietagung 2026.

Akzeptanz entsteht im Alltag

Im Workshop benannten die Teilnehmenden sieben zentrale Einflussfaktoren für KI-Akzeptanz, darunter Führung, Kompetenzen, Kultur, Sicherheit und konkreter Nutzen. Die Botschaft dahinter ist klar: Mitarbeitende müssen verstehen, warum KI eingesetzt wird, was sie im Alltag bringt und welche Regeln gelten.

Besonders wichtig sind deshalb pragmatische Maßnahmen, die sich schnell umsetzen lassen, etwa Schulungen, interne KI-Sprechstunden, Best-Practice-Austausch oder kleine Pilotanwendungen. Nicht große Programme schaffen zuerst Vertrauen, sondern konkrete Erfahrungen.

„Die Einführung von KI scheitert in der Praxis selten an einem einzelnen Tool“, sagt Verena Dondorf, Strategie, FuE bei it’s OWL. „Sie scheitert eher dann, wenn Strategie, Kompetenzen und Veränderung im Unternehmen nicht zusammen gedacht werden. Genau dort müssen Unternehmen ansetzen.“

Damit passt der Workshop sehr gut zur it’s OWL Strategietagung 2026. Denn er zeigt: Wer KI wirksam nutzen will, muss nicht nur in Technologie investieren, sondern vor allem in Orientierung, Beteiligung und Lernen.

Die Einführung von KI scheitert in der Praxis selten an einem einzelnen Tool. Sie scheitert eher dann, wenn Strategie, Kompetenzen und Veränderung im Unternehmen nicht zusammen gedacht werden. Genau dort müssen Unternehmen ansetzen.
– Verena Dondorf, it's OWL

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