Kompetenzentwicklung

Welche Veränderungen bringt der Einsatz von KI-Technologien für die Fertigkeiten der einzelnen Mitarbeiter:innen mit sich? Welche Kompetenzen werden im Umgang mit KI beispielsweise neu für unterschiedliche Funktionsgruppen durch KI-Systeme (Fachkräfte, Führungskräfte, Betriebsräte usw.) erforderlich? Wie können KI-Technologien beim Aufbau neuer Kompetenzen unterstützen?

Der Forschungsbereich „Kompetenzentwicklung“ ermittelt zunächst sozio-technische Fragestellungen mittelständischer Unternehmen, um daraus konkrete Hilfsangebote für Menschen und Unternehmen abzuleiten.

Die Kompetenzarchitektur 4.0

Auf Basis von Studien- und Literaturanalysen gibt das vorläufige Modell „Kompetenzarchitektur 4.0“ einen Überblick über verschiedene Kompetenzen, welche den drei Kompetenzbereichen soziale, kognitive und digitale Kompetenzen zugeordnet sind. Der Aufbau des Modells als Radar ermöglicht wiederum eine Abbildung und Gliederung der einzelnen Kompetenzen in drei Entwicklungsstufen. Das Ziel dieses Aufbaus ist zum einen eine Differenzierung je nach Tätigkeit/Funktionsbereich im Unternehmen und zum anderen einen Ist-/Soll-Vergleich zur Kompetenzentwicklung zu ermöglichen.

Während die einzelnen sozialen und kognitiven Kompetenzen im ersten Schritt auf einer eher generischen Beschreibung beruhen, dient der aktuelle Digital Competence Framework der Europäischen Union zum Abgleich und zur Erläuterung der digitalen Kompetenzen. Jede einzelne Kompetenz wird je nach Anwendungsfall und Entwicklungsstufe beschrieben und angepasst und mithilfe von qualitativer und quantitativer Forschung evaluiert.

 

Der Kompetenzradar unterscheidet zwischen sozialen, kognitiven und digitalen Kompetenzen. Quelle: FH Bielefeld

Die Kompetenzarchitektur 4.0 ist mit den drei Kompetenzbereichen bewusst breit gefasst, da nicht nur der Umgang mit neuen Technologien neue Kompetenzanforderungen mit sich bringt, sondern die damit einhergehenden Tätigkeitsanforderungen und Arbeitsformen vor allem nicht-digitale Schlüsselkompetenzen erfordern.

  • Digitalisierung und KI sollten im Kontext des soziotechnischen Systems betrachtet werden und den Menschen einen Mehrwert bringen
  • Die Motivation und Kompetenzen der Beschäftigten bilden einen entscheiden Erfolgsfaktor der digitalen Transformation
  • Die Kompetenzanforderungen für KI-Anwendungen beinhalten digitale, technologische, kognitive und soziale Kompetenzen, die je nach Anwendung variieren
  • Die Erfassung und Vermittlung von erforderlichen Kompetenzen sollte partizipativ stattfinden und Interessen der Beschäftigten berücksichtigen