Optimierte Entscheidungsprozesse und Wissensmanagement dank KI

In diesem Leuchtturmprojekt erschließt Bette gemeinsam mit mehreren Forschungspartnern das Wissen aus den Produktionsdaten sowie das implizite Wissen der Mitarbeiter:innen, um interne Entscheidungsprozesse zu optimieren. Dazu werden KI-basierte Entscheidungshilfen in Form von Wissensmodellen zur Verfügung gestellt, die die Produktionsplanung optimieren. Auf diesem Weg soll anschließend beispielsweise die Belastung der Belegschaft in der Produktion reduziert werden, weshalb die Akzeptanz der KI-Lösung eine wichtige Rolle spielt.

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Herausforderung

In den Produktionsdaten der Vergangenheit finden sich Informationen, die zur Optimierung der zukünftigen Planung in der Arbeitsvorbereitung genutzt werden können.

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Lösung

Implizites Wissen wird erschlossen und erfasst, um daraus KI-basierte Unterstützungssysteme zu entwickeln.

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Mehrwert

Das Unternehmen verfügt über ein optimiertes Wissensmanagement und reduziert so die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter:innen.

Problemstellung

Aufgrund vieler unterschiedlicher Produkte bei Bette kann es zu einer ungleichmäßigen Belastung der Mitarbeiter:innen kommen. Denn je nach Produkt ist der Arbeitsaufwand unterschiedlich hoch. Vor allem aber können unvorhersehbaren Einflussgrößen, wie Nacharbeit, zu Belastungsspitzen aber auch zu Zeiten geringer Belastung führen.

Außerdem kann die Produktion aufgrund der sehr hohen Anzahl von Fertigungsaufträgen und deren komplexen Abhängigkeiten manuell bzw. mit konventionellen, rechnergestützten Verfahren nicht optimal gesteuert werden. Nur durch den Einsatz lernender, intelligenter rechnerbasierter Algorithmen ist eine weitere signifikante Verbesserung zu erwarten.

In diesem Leuchtturmprojekt sollen daher drei Problemstellungen gelöst werden, die auf den Produktionsdaten der Vergangenheit und implizitem Wissen der Mitarbeiter:innen beruhen:

  1. Wie können Belastungen der Belegschaft in der Produktion ausgeglichen werden, indem in der Arbeitsvorbereitung und -planung die erwarteten Belastungen an den einzelnen Arbeitsplätzen besser berücksichtigt werden?
  2. Wie müssen Entscheidungshilfen konzipiert sein, damit diese die Arbeitsvorbereitung optimal unterstützen und die Mitarbeiter:innen in der Produktion entlasten?
  3. Wie kann das implizite Wissen aus den vorliegenden Produktionsdaten der Vergangenheit und der Beschäftigten so aufbereitet werden, dass Auslastungsspitzen in der Produktion vermieden werden können?

Zielsetzung

Das Leuchtturmprojekt „Optimierung der Produktionsplanung und -steuerung durch KI-basierte Unterstützungssysteme“ setzt auf der weitgehend umgesetzten Industrie 4.0-Umgebung bei Bette auf. Mit Hilfe von KI-Systemen kann weiteres Potential gehoben werden.

Zunächst soll, basierend auf den vorhandenen Produktionsdaten der Vergangenheit, dem zu produzierenden  Produktspektrum und dem impliziten Wissen der Mitarbeiter:innen, ein KI- basiertes System die voraussichtliche Auslastung der einzelnen Arbeitsplätze und Maschinen für die nahe Zukunft (5 bis 8 Stunden) prognostizieren.

Aus den so gewonnen Informationen sollen Handlungsvorschläge für die Arbeitsvorbereitung abgeleitet werden. Ziel ist es, Belastungsspitzen für die Mitarbeiter:innen zu vermeiden.

Gleichzeitig werden die Prozesse und die Belastungen der Belegschaft arbeitswissenschaftlich untersucht und analysiert, um die Ist-Situation und die Bedarfe zu erfassen. Zusätzlich werden Entscheidungsprozesse und Informationsquellen beleuchtet. Auch hier werden die Situationen am Arbeitsplatz arbeitswissenschaftlich erhoben und die aktuellen Auswirkungen auf die Belegschaft bewertet.

Mithilfe der erfassten Informationen zu Wissen, Prozessen und Arbeitsplätzen werden KI-basierte Unterstützungssysteme entwickelt. Begleitet wird der Entwicklungsprozess durch arbeitspsychologische Untersuchungen, die Erkenntnisse hinsichtlich der Voraussetzungen und Konsequenzen des Einsatzes KI-basierter Unterstützungssysteme schaffen und damit die Akzeptanz gerade älterer Mitarbeiter:innen fördern sollen.

Ergebnis

Im Unternehmen Bette soll die Belastung der Mitarbeiter:innen in der Produktion durch optimierte Arbeitspläne reduziert werden. Die im Rahmen des Leuchtturmprojekts entwickelten, KI-basierten Algorithmen unterstützen die Arbeitsvorbereitung so, dass Belastungsspitzen in der Produktion weitestgehend vermieden werden können.

Bette

Bette verbindet Mensch und Wasser, Stahl und Glas, Architektur und Form, Funktion und Sinnlichkeit. Seit 1952 produziert das Familienunternehmen in Delbrück hochwertige architektonische Badelemente aus rein natürlichem glasierten Titan-Stahl. Bette Produkte sind Unikate, sie lassen sich in Farben und Abmessungen vielfältig variieren und schaffen inspirierende Freiräume für jede Badezimmergestaltung. Aufgrund ihrer besonders dünnen Materialität sind die Badelemente leicht und außergewöhnlich widerstandsfähig. Die brillante Oberfläche der BetteGlasur® ist härter als Marmor oder Kunststoff, kratzfest, porenfrei und UV-beständig.